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Vier magische Worte

Wer kennt sie, die vier Worte, die jeden Ponybesitzer blitzschnell auf Touren bringen?

 

Direkt und sofort, auch nach einer harten Nacht - putzmunter in nur zwei Sekunden?

 

Richtig! "Die Ponies sind ausgebrochen!"

 

An einen Herbstmorgen kann ich mich besonders gut erinnern. 


Obwohl's nur geflüstert wurde und ich davor quasi komatös im Bett lag (Martina war damals 2 Monate alt, Säugling, harte Nacht, wie gesagt), war ich ratzfatz hellwach und in Gummistiefeln auf dem Weg zum Berg.

 

Meine vier Verrückten wollten mal das Gras außerhalb der Weide probieren und haben dafür kurzerhand den Stromzaun ausgehebelt!

 

Dankenswerterweise ohne ihn zu zerstören!

 

Während Philipp den Zaun wieder aufgestellt und eingefädelt hat, hab ich mich auf die Suche nach den wilden Wanderern gemacht.

 

Und ehrlich, was Schöneres hab ich selten erlebt!

 

Alles war taunass, rutschig (!) und glitzerte, die Nacht wich gerade dem Tag, der Morgennebel lichtete sich und mittendrin meine Ponies!

 

Sie standen im Graben am Waldrand, und auf meinen Pfiff flogen die Köpfe hoch und ich wurde lautstark und vierstimmig begrüßt!

 

Dann haben die Vier Gras Gras sein lassen und sind auf mich zugaloppiert! Den Berg hoch, um die Wette!


Klar, dass ich da weggeschmolzen bin! Schimpfen? Neein, das geht dann nicht mehr!

 

Rhiannon und Holly sind dann ganz brav in ihre Halfter geschlüpft und wir sind dann ganz gemütlich zurück zur Weide getingelt.

 

Ente gut, alles gut und ich war wieder mal das  kleine Ponymädchen von früher - schwer verliebt und furchtbar stolz und glücklich weil ich zwar freche aber superliebe Ponies habe!

 

Bild: Die vier Lauser auf dem Weg zu mir!